Baumfällarbeiten

Am Freitag gabs es dann Holzfällerarbeiten auf unserem Grundstück. Dafür hatte ich einen kommenden Nachbarn gewonnen, der sowas auch öfter macht und sich gleich bereit erklärt hat, die Bäume zu fällen.
Hierbei ging es um 2 Fichten und nen kleinen Apfelbaum. Die Arbeiten gingen flott voran, und rucki-zucki waren wir beim letzten Baum. Der fiel dann allerdings nicht so um, wie vorher berechnet. Mein Nachbar hatte sich da ein wenig vertan und das Bäumchen fiel direkt aufs Vordach vom Dr. Meckel.
Es sah aber schlimmer aus, als es letztendlich war. Lediglich ein paar Ziegel wurden beschädigt und ein Stück Dachrinne verbogen. Die Ziegel wurden sofort getauscht und die Dachrinne wird in den nächsten Tagen erneuert.
Die Stämme wurden abgeästet und in Stücke gesägt. Ich hatte dann bis zum Abend zu tun das Holz mit der Spaltaxt zu zerkleinern. Mit dem zerlegten Holz konnte ich dann den Holzunterstand einweihen. Den Astverschnitt werde ich in den nächsten Tagen auf ein Feld bringen, wo es dann im Frühjahr verbrannt wird.
Unten noch ein paar Eindrücke von den Arbeiten.

Ein erstes Bauwerk:-)

Die letzten beiden Tage habe ich mich mal aufgemacht, einen Brennholzunterstand zu bauen, in dem ich Holz lagern möchte, was irgendwann hoffentlich in unserem Kaminofen verheizt werden kann und die Räumlichkeiten angenehm wärmt.
Dazu habe ich mir schon vorher zwecks Ausführung und MAterialbeschaffung Gedanken gemacht, jedoch war sowas für mich auch das erste Mal, dass ich das in Eigenregie mache.
Ein Problem war, dass auf dem Grundstück kein Stromanschluss ist und ich somit das Holz an anderer Stelle sägen musste und es dann zu unserem Grundstück transportieren musste. Aber wie man sieht, war das kleine logistische Problem durchaus zu lösen.
Zuerst habe ich das Gefälle nivelliert, wie man so sagt, und ein paar Pflastersteine in Waage gestellt, auf denen ich dann später 2 Europalletten anbrachte. Dafür nochmal schönen Dank an den pakistanischen Geschäftsmann neben der Adam – Opel – Straße 24, der mir die Dinger kostenfrei zur Verfügung gestellt hat:-)
Danach einfach die Palletten verbunden und die Bodenhülsen ausgerichtet und an den Enden verscharubt. Die Kanthölzer hatten ein Maß von 80 x 80, was eigentlich nicht schlimm ist, sofern die Bodenhülsen dieses Maß auch haben. Die waren aber 70 x 70, somit musste ich die Kanthölzer verjüngen, was mir mit Hilfe von Tino gelang, denn allein kann man kein 1,90 m langes Kanzholz in die Kreissäge schieben.
Somit stand das Gerüst und es konnte eingeschalt werden. Sparren und Dachlatten wurden ebenfalls angebracht. Die Verschalung ist nicht bis ganz oben abgeschlossen, das Holz war alle. Aber so reichts auch erstmal. Es macht auch einen stabilen Eindruck, ich hoffe es hält dem Wetter stand.
Bereits morgen könnte es schon seiner zweckmäßigen Bestimmung zugeführt werden, denn da wollen wir 2 Fichten ummachen, die mir, oder besser dem zukünftigen Haus, im Wege rumstehen.
Wollen wir mal schauen, wie das wird. Ich werde berichten. Unten noch ein paar Fotos.

11. Januar – Bemusterung

Nun stand die Bemusterung an. Natürlich hatten wir uns schon im Vorfeld Gedanken dazu gemacht. Hinsichtlich der Mehrkosten, wollten wir da versuchen, so wenig wie möglich zu produzieren, aber das weiß man vorher nie so genau, denn was letztendlich vom Bauträger vorgegeben wird, muss dann auch dem Geschmack entsprechen.
Vorher war schon klar, dass wir 2 Glasschiebetüren haben möchten, die uns so nicht angeboten wurden und um die wir uns selber kümmern würden. Weiterhin wollte ich dann doch entgegen erster Überlegungen doch 2 Kellerräume im Keller mit Heizung ausgestattet haben. Auch eine Regenwassernutzungsanlage wollte ich haben, wobei die Zisterne mit Erdarbeiten schon im Gesamtpaket verhandelt war, also gings hier nur um die Leitungen. Die Fließen und Innentüren wurden später bei einem Partner der Baufirma bemustert, ebenso die Badezimmereinrichtung. Dies steht uns noch bevor, wird aber zeitnah erledigt, damit wir wissen, welche Kosten auf uns zukommen und welchen Puffer wir dann noch haben.
Weiterhin haben wir uns nach Beratungen mit Ofenbauern nun doch gegen einen wasserführenden Kaminofen entschieden und einen Schamottkaminofen mit 7 kw ausgesucht. Wir warten jetzt mal aufs Angebot vom Kaminbauer. Die Vorbereitung einer Solaranlage habe ich auch rausgenommen und durch Photovoltaikvorbereitung ersetzen lassen, in der Hoffnung, dass die Versorgung der Heizung durch die Luftwärmepumpe noch den Anforderungen des kfw Programms entspricht.
Mittlerweile kam auch die Fälligkeitsmitteilung des Notars hinsichtlich unseres Grundstücks. Also habe ich schnell die Auszahlungsanweisung an die Bank geschickt, so dass die Verkäufer ihr Geld in den nächsten Tagen erhalten sollten und wir die Eigentümer werden. Übrigens kam die Zahlungsaufforderung der Grunderwerbsteuer vom Finanzamt schon lange bevor ich der Eigentümer bin. Wenn es darum geht, Geld zu bekommen, sind die Ämter äußerst schnell. Aber ich habe Zeit, Zahlungsziel ist der 14.02. und diese Zeit nehm ich mir, nicht zuletzt weil ich ja noch gar nicht der Eigentümer bin.

Notar, Bodengutachten, Finanzierung und Bauantrag

Natürlich gibt es kein Haus ohne Grundstück. Daher mussten wir den Kauf voranbringen. Da der Bauträger ein Bodengutachten oder eine Baugrunduntersuchung verlangt, mussten wir diese in Auftrag geben. Außerdem war bei drückendem Grundwasser und somit folgenden Notwenigkeit einer weißen Wanne ein Rücktrittsrecht unsererseits im Bauvertrag verankert. Das Bodengutachten schrieben wir aus, indem wir uns 3 Angebote machen ließen. Wir beauftragten dann nicht die billigste Firma, sondern die uns am kompetentesten erschien. 2 Wochen später kam das Ergebnis. Der Boden ist guter Baugrund und zumeist fester Basalt, was wohl gut gegen späteres Abrutschen ist. Von Grundwasser keine Spur. Somit stand dem auch nicht mehr im Wege. Also kontaktierten wir die Eigentümer zwecks eines Notartermins. Die überließen das uns, also nahmen wir einen örtlichen Notar mit lustigem Namen. Kurz vor Weihnachten war dann der Termin beim Notar, den wir zügig hinter uns brachten. Zahlungsziel war der 31.01.2011. Schien genug Zeit zu sein.
Parallel dazu kümmerte ich mich um die Finanzierung. Wir nutzten diverse kfw- Programme und eine deutsche Bank. Während die Bank uns den Zins aus dem Angebot garantierte, interessiert das die Kfw rein gar nicht. So war der Zins um 0,3 höher als noch im Angebot. Daher war mein Gefühl richtig, hier schnell zu Potte zu kommen, denn nachdem unsere Finanzierung angenommen war, stiegen die Zinsen nochmals. Insofern hatten wir auch schon etwas Glück, denn eine Erhöhung um nur 0,1 ist auf 30 Jahre gesehen ein ordentlicher Betrag.
Da bei unserem Bauträger die Architektenleistungen inklusive sind und auch das Umstellen der Innenwände preisneutral ist, vereinbarten wir noch im alten Jahr einen Termin mit ihm. Den Grundriss hatten wir schnell besprochen, da es ja auch nichts außergewöhnliches beinhaltete. Das Arbeiten war mit ihm angenehm, er machte dann auch den Bauantrag fertig und schickte ihn uns zum Einreichen zu. Ich freute mich, dass es so schnell ging und der Antrag noch vor Weihnachten rausgehen konnte, aber Daggi erschrak angesichts der zu erwartenden Wohnfläche von nur 108 m², allerdings ohne Dachschrägen. Das wäre ja viel zu klein und zu eng, man könnte da nicht drin wohnen. Die große Unsicherheit kam plötzlich. Nach einem Gespräch mit dem Architekten schwand ihre Sorge allmählich. Als wir über Weihnachten uns das Haus von Bekannten ansahen, deren Wohnfläche noch geringer war als unsere, aber das sehr geräumig erschien, waren ihre Sorgen entschwunden. Man sollte sich da von nackten Zahlen icht verrückt machen lassen, denn man kann sich die niemals räumlich vorstellen. Wenn man wissen will, wie groß 12 m² sind, dann sollte man in einen Raum gehen, der genauso groß ist und vor allem, der nicht leer steht, sondern möbliert ist. So gaben uns die Bekannten denTipp, dass man im Rohbau nicht erschrecken darf, denn die Räume wirken da unheimlich klein.
Nachdem dies alles geklärt war, konnten wir direkt nach Weihnachten den Bauantrag einreichen.
Pünktlich im alten Jahr hatten wir schon die erste Rechnung vom Bauträger, dem Notar und der Gerichtskasse im Briefkasten.
Zwischen den Jahren schloss ich noch die obligatorischen Bauherrenhaftpflicht,- Bauleistungs, – und Rohbaubrandversicherungen ab, was natürlich neuerlich mit Kosten verbunden war.

Massiv oder Fertigbau???

Das Grundstück hatten wir damit soweit abgehakt. Inzwischen bat der Vermieter nochmal um ein Gespräch. In diesem wurde an uns die Frage herangetragen, ob wir bereit wären, schon im Winter auszuziehen und nochmal in eine andere Wohnung zu ziehen, da ein Sohn der Vermieter mit seiner Freundin gern zusammenziehen möchte. Anscheinend hat man sich für das Vorhaben ausgerechnet die Wohnung ausgesucht, die wir grad bewohnten. Für uns wäre der Umzug kostenneutral und eigentlich hätte es nur Vorteile, die sich mir allerdings nicht so recht erschlossen. Ich gab dann zu bedenken, dass ich ein Bauvorhaben, meine Arbeit, die Familie und dann noch einen Umzug für nicht zu bewältigen halte. Dies wurde von der Gegenseite anders gesehen, wobei die Gegenseite in ihrem Leben noch niemals umgezogen ist. Ich lehnte diese Anfrage also unter Hinweis auf den unnötigen Stressfaktor ab.
Nun wand man ein, dass der Sohn nun aber nicht mit seiner Freundin zusammenziehen könnte und dies wäre eine schlimme Sache, die Beziehung stünde dann vielleicht auf der Kippe. Dem brachte ich entgegen, dass noch weitere Immobilien im Familienbesitz wären und das man die Gründung eines gemeinsamen Hausstandes auch noch in ein paar Monaten durchführen kann, oder eben dort, wo was frei ist. Nun wurde es kurz trotzig, denn es kam der Hinweis, man könne ja auch wegen Eigenbedarf die Wohnung kündigen. Von dem kam man allerdings ab, als ich darauf verwies, dass es die Möglichkeit des Widerspruchs gibt und eine Räumungsklage sicher länger dauert, als ein Bauvorhaben. So ging man ergebnislos auseinander, denn ein Konsens war an dem Tag nicht möglich. Für mich war klar, dass ich meiner Familie in der Zeit keinen Umzug zumuten werde, für die Gegenseite war es unmöglich, dass wir deren Vorschlag nicht akzeptierten.
Persönlich war das eine äußerst enttäuschende Erfahrung, denn das Verhältnis war bis dato immer sehr gut, die Vermieter waren nebst ihrer Kinder auf unserer Hochzeit und erlebten die schwierige Geburt unserer Tochter hautnah mit und nun sollten wir Knall auf Fall alternativlos die Wohnung räumen, weil der Sohn und seine Freundin grad mal eine Idee haben. Da lernt man die Menschen richtig kennen. Mittlerweile hat man eine Lösung gefunden, die, als ich die damals vorgeschlagen habe, als nicht hinnehmbar zurückgewiesen wurde, aber nun scheint man ganz gut damit zu leben.
Insgesamt hat sich das Verhältnis wieder beruhigt, allerdings ist das für mich nur ein Verhältnis von Vermieter zu Mieter, darüber hinaus lege ich keine Wert mehr auf irgendwelchen Kontakt. Aber genug davon.
Daggi machte fleißig Termine mit diversen Bauträgern in der Musterhausausstellung in Bad Vilbel. Ich machte einen Termin mit einer Massivbaufirma, die grad das Haus eines Kollegen von mir baut und der damit zufrieden ist. Also ließ ich mich mal anwerben.
Für uns war noch nicht klar ob wir Massiv – oder Fertigbauweise bevorzugen würden. Dazu hatten wir uns zu wenig mit dem Thema bisher beschäftigt. Daher haben wir beide Alternativen in Betracht gezogen.
Fest stand für uns nur, dass wir einen Keller wollten und die Wohnfläche 130 m² nicht übersteigen sollte, damit wir im Alter die Instandhaltung noch bewältigen konnten. Für Grundrisse zeigte sich eh Daggi mehr kreativ als ich.
Parallel zu den Beratungsgesprächen diverser Bauträger hatten wir einen Termin mit einer Finanzmaklerin, die mit uns das Finanzierungsvolumen durchging. Recht schnell konnten wir absehen, wo unser Limit war und somit konnten wir auch den Bauträgern Zahlen nennen und wussten, was realistisch war.
Bei Fingerhaus und Weberhaus wurde mir schnell langweilig. Ein Haus mit Keller nach deren Preisvorstellungen war kaum zu finanzieren, obwohl die das natürlich anders sahen. Da gebe ich gleich zu bedenken, dass man sich im Klaren sein sollte, dass deren Preis niemals der Endpreis ist und auch die genannten Baunebenkosten niemals genau zu beziffern sind. Die Mehrpreise nach der Bemusterung sind da ebenfalls nicht enthalten. Weiterhin hat mich auch das Belüftungskonzept nicht überzeugt. Prima, wenn alles dicht ist, aber wenn ich dann quasi automatisch belüftet werde und das Fenster nichtmehr öffnen darf, dann ist das Zuviel des Guten. Das mag in Tokio im 57. Stock dienlich sein, aber nicht auf dem Land. Immerhin konnte man sich bei den Gesprächen Ideen holen bezüglich des Grundrisses. Und während Daggi tapfer mit dem Verkäufer kämpfte und plante, ging ich mit Emma ein bisschen durch die Musterhausaustellung und war froh, dass ich dem nicht beiwohnen musste.
Verkäufer ist im Übrigen ein gutes Stichwort. Das sollte man sich immer vor Augen halten. Deren Ansinnen ist es, etwas zu verkaufen. Damit will ich das Produkt nicht in Frage stellen, aber nach Ableisten der Unterschrift, sieht man den Menschen nicht wieder.
Bei der Massivbaufirma handelte es sich um eine Firma aus Nidda mit Namen Bautrend. Dies kam, wie schon erwähnt, auf Vermittlung eines Kollegen zustande. Preislich lagen wir dort näher an unseren Vorstellungen. Das Konzept gefiel uns ganz gut, dass man nur begrenzte Anzahl von Häusern baut und nur regionale Partner einsetzt, deren Handwerker sich bereits schon von anderen Baustellen kennen. Das war mir besonders wichtig, dass die Baufirma in der Nähe ist, dass man später irgendwelche Sachen auch persönlich klären kann, denn am Telefon ist sowas nicht immer möglich. Nachdem wir das Angebot hatten, mussten wir relativ schnell zu Potte kommen, denn am Markt stiegen die Zinsen nahezu täglich an. Daggi hatte noch einen Termin bei Schwörehaus, aber insgeheim hatten wir uns schon für Bautrend entschieden, jedoch kann ein weiteres Angebot nicht schaden, was dann aber keinen Einfluss mehr hatte. Also machten wir ein finales Gespräch mit Bautrend aus, zu dem wir uns dann in deren Musterhaus trafen und mit dem Geschäftsführer verhandelten. Nach ca. 2 Stunden unterschrieben wir den Bauvertrag. Ich hatte da ein gutes Gefühl, denn wir hatten einen Preisnachlass und einige Extraleistungen mit reinverhandelt, aber Daggi, die da eher konservativ ist und lieber nochmal ne Nacht drüber schläft, ging das alles ein wenig zu schnell. Dies sagte sie natürlich erst nach der Unterschrift. Da wir 2 Tage später eh nochmal einen Termin dort hatten, erstellte sie einfach eine Anlage 1 zum Bauvertrag in dem sie Leistungen aufschrieb, die laut mündlicher Aussage des Geschäftsführers im Festpreis inklusive wären. Diese unterschrieb er uns auch vorbehaltlos, so dass meine Gattin nun auch zufrieden war. Ich fühlte mich dann auch nochmal in der Wahl bestätigt, denn ein Verkäufer bei den großen Baufirmen hätte über unsere Anlage 1 wahrscheinlich laut gelacht und auf den bestehenden Vertrag verwiesen.
So kam es, dass wir Ende November einen Bauvertrag unterschrieben hatten. Für den Baubeginn wurde Ende Februar anberaumt, sofern das Wetter mitmacht natürlich.

Kurze Verhandlungen

Die Sachlage war wie geschildert unklar. Daher galt es, Klarheit in die Sache zu bringen. Die Eigentümer des Grundstücks waren schnell gefunden. Leute aus dem Raum Darmstadt. Denen wurde telefonisch das Anliegen nähergebracht. Es waren ältere Leutchen, mit denen wir uns bald auf dem Grundstück verabredeten. Die Verhandlungen waren einfach und unkompliziert. Sie sagten, dass sie grad einen Makler kontaktiert hatten, der das Grundstück an den Mann bringen soll. Da kamen wir gerade recht, eine glückliche Fügung. Beim Preis war es ähnlich unkompliziert. Die genannte Summe lag unter dem Preis der Bodenrichtwerttabelle, die wir uns besorgt hatten. Die Größe beträgt 928 m². Insofern einigten wir uns darauf, dass wir prüfen lassen, inwieweit das Grundstück bebaubar ist. Die netten Leutchen stellten uns auch ein paar Unterlagen zur Verfügung und ich machte eine Absichtserklärung fertig, die von beiden Parteien unterzeichnet wurde. So wollte ich sicherstellen, dass uns das Grundstück kein anderer wegschnappen kann.
Nach erstem Kontakt zum Bauamt der Gemeinde kam man zu der Ansicht, dass es eine echte Baulücke ist und der Bebauung nichts im Wege steht. Laut Unterlagen wurde auch schon mal in den 90 er Jahren ein Haus darauf geplant und ein Bauantrag gestellt. Der Bau kam dann aber anscheinend nicht zustande.

Glückstreffer

Die Grundstückseigentümer wohnten nicht im Ort, aber wir kannten nahe Verwandtschaft, also fühlten wir erstmal dort vor um eine Tendenz auszumachen. Leider nahm man uns da alle Hoffnung. Die Eigentümer waren wohl äußerst konservativ, hätten einen Verkauf finanziell nicht nötig und man würde das den Eltern nicht antun wollen. Was auch immer damit gemeint war, immerhin wollten wir ja keine Atomtest drauf machen. Nun gut, gingen wir eben direkt weiter zu den Eigentümern eines Grundstücks, dass die 2. Alternative war. Diese kannten wir gut. Hier war man nicht sofort abgeneigt, sondern begrüßte unser Vorhaben im Ort bauen zu wollen. Dennoch wolle man nochmal drüber nachdenken, denn es würde sich lediglich um einen Grundstücksteilkauf handeln. Außerdem müsste wohl eine Bauvoranfrage gestartet werden, da es auf dem Bebauungsplan nicht eindeutig innerhalb liegt, sondern auf der Grenze. Aber das bedürfe der Klärung. Weitestgehend zufrieden gingen wir erstmal nach Hause, als der Vermieter auf mich zukam und mir noch eine Baulücke zeigen wollte, das nach seiner Aussage „eigentlich schönste Grundstück im Ort“. Spätestens jetzt war mir klar, dass die uns aus der Mietwohnung raushaben wollen, denn dieses Engagement war offensichtlich. Aber warum nicht, es war sicher nicht verkehrt, wenn sich noch jemand, der viele Leute kennt, ein wenig nach Bauplätzen umhört. Das Grundstück, welches er mir zeigte, lag auf der anderen Seite des Dorfes, in dem wir bisher wenig zu tun hatten. Es gefiel mir trotz leichter Hanglage sehr gut, denn es war eine klassische Baulücke in einem gewachsenen Wohngebiet. Vorne die Straße, links und rechts je ein Nachbar und nach hinten raus die weite unverbaubare Flur mit tollem Blick nach Osten. Der Wald war schnell zu erreichen, die Straße wurde nur von Anliegern genutzt und das Grundstück war auch groß genug für Garten, Teich und Terrasse.
Am Nachmittag sind wir nochmal zu zweit hin, denn es nutzt nichts, wenn es nur einem gefällt. Daggis Veto kam nicht, insofern war schon innerlich die Entscheidung gefallen. Das Grundstück würde uns gefallen. Jedoch war nicht klar, wem es gehört, ob es Bauland ist und ob es zum Verkauf steht. Der Vermieter meinte zwar, es steht schon länger zum Verkauf, aber auf diese Aussage wollte ich mich sicher nicht verlassen.

Hier ein paar Bilder vom Grundstück:

Grundstückssuche

Zuerst schauten wir, welche Grundstücke die Gemeinde anbietet. In unserem Ort keine, na toll. Aber im Nachbarort, der auch in Sichtweite war, gabs noch Bauland. Preise waren i. O., aber die Größe klang irgendwie klein. Nun gut, am besten verschafft man sich einen Eindruck direkt vor Ort und da wir eh noch oft mit dem Rad unterwegs waren, steuerten wir auch die Neubaugebiete an. Dort erlebten wir eine Enttäuschung, die Plätze sagten uns nicht wirklich zu. Minigrundstücke, Hanglage und der Flair einer noch nicht gewachsenen Neubausiedlung. Ich weiß also nicht, wer da mal mein Nachbar wird und werde über Jahre Baulärm haben. Immerhin kann man erkennen, was der Nachbar auf dem Tisch hat, denn für meinen Geschmack war das alles sehr eng gehalten. Von dem Gedanken verabschiedeten wir uns also gleich wieder und konzentrierten uns darauf in unserem Heimatort irgendwelche Lücken zu finden. Das taten wir, indem wir uns den Ort mit Hilfe div. Software von oben ansahen und die erkannten Lücken dann mal abgingen. Ein favorisiertes Grundstück ganz in unserer Nähe hatten wir auch schon im Auge. Laut Bebauungsplan der Gemeinde, den wir uns besorgt hatten, war es auch innerhalb des Ortes und sollte bebaut werden dürfen. Relativ leicht konnten wir auch herausfinden, wer der Eigentümer war. Jedoch wollten wir mit der Offensive erst warten, bis wir mit den Vermietern gesprochen hatten. Daher vereinbarten wir einen Termin und legten unser Anliegen offen dar, dass wir gegen Ende des Folgejahres möglicherweise ausziehen würden, weil wir einen Eigenheimbau prüfen lassen wollten. Dies wurde gut aufgenommen. Unser Gedanke war schon vorher, dass die Wohnung für den Eigenbedarf vorgesehen war. Nachdem das geklärt war, wollten wir nun die Grundstückseigentümer ansprechen, ob die uns ihr Flurstück verkaufen würden.

Die Hausbesichtigung

Uns empfing ein Beraterchen der aus dem Katalog entsprungen schien. Sehr schön. Der Hausbesitzer führte uns umher und zeigte uns das riesige Grundstück und das große Haus. Der Berater dackelte brav hinterher. Das Haus war an sich wirklich sehr eigen und auch toll. Mit eigenem Gewölbekeller und 7 Räumen. Dazu eine riesige Terasse mit anliegendem Steg zum Schwimmteich. Der Haken: Viel zu groß für uns. Was soll ich in dem Gewölbekeller aufbauen? Tischtennisplatte? So verabschiedeten wir uns mit dem Hinweis, dass wir uns melden, sofern weiteres Interesse besteht. Das HausDer Schwimmteich

Spätsommer 2010

Wir lebten nun seit 4 Jahren in einer großen Mietwohnung am Ortsrand unseres Dorfes auf einem Aussiedlerhof. Die Lage war perfekt, uns gefiel es gut und mit den Vermietern gabs auch bisher keine Probleme. Trotzdem hatten wir in diesem Sommer das Gefühl, dass wir nicht mehr so ganz willkommen waren. Zudem bauten einige unserer Freunde und Bekannten auch gerade ein Haus oder kauften sich eins. Weiterhin waren die Zinsen am Markt noch immer sehr günstig.
Also beschlossen wir auch uns mal in dieser Richtung mal umzusehen, jedoch ganz unverbindlich.
Im Internet schauten wir mal nach Häusern in der Umgebung, um mal gewisse Preisvorstellungen zu bekommen. Für uns stand fest, dass wir in der Nähe bleiben wollten, denn hier gefiel es uns und hier hatten wir auch Freunde für uns und unsere Tochter gefunden. Außerdem war das Landleben ein guter Ausgleich zum Job.
Nach relativ kurzer Zeit entdeckten wir in einem Nachbarort ein sehr interessantes Haus. Eine Landhausvilla mit großem Grundstück und Schwimmteich. Ich nahm Kontakt zur Immobilienfirma auf und vereinbarte einen Termin.
Unser Dorf