Bau unserer Terrasse – Teil 3

Nachdem wir unsere neue Terrasse ausgiebig genossen hatten und dies auch trotz eher bescheidenen Wetters taten, ging es um die Restarbeiten. Denn die Terrasse musste noch nach vorne und zur Seite verkleidet werden, damit es optisch stimmig aussieht und keine Tiere drunter kriechen. Außerdem wollten wir ein Sonnensegel installieren, damit wir tagsüber etwas Schatten haben. Dazu befestigten wir einfach 3 Kanthölzer vor der Terrasse in Bodenhülsen und schraubten Ösenhaken ans Haus und in die Balken. So konnte das Sonnensegel nach Bedarf aufgespannt werden.

Mit den übrigen Dielen haben wir unsere Mauer verkleidet, damit es optisch zueinander passt. So hatten wir es auch ursprünglich vor. Somit entsteht hier unsere Meinung nach eine gewisse Symbiose und man kann sich auch mal zum lockeren Gespräch auf die Mauer setzen.

Da die Terrasse sehr hoch über Bodenniveau ist und wir nicht den Hang runterfallen wollen, benötigten wir auch ein Geländer. Die Konzeption und die schlussendliche Errichtung konnten wir mit tatkräftiger Hilfe unserer Familie realisieren. Das Ergebnis gefällt uns sehr gut. Nachdem alles geölt und gestrichen wurde, konnten wir den schönen Spätsommer ausgiebig genießen. Zu guter Letzt fehlen noch die Scheiben der Absturzsicherung über dem Jellereingang, damit das Provisorium endlich weg kann. Dies wird im Oktober in Angriff genommen. Weiterhin wird noch die Aufstiegstreppe installiert und verkleidet. Sobald dies geschehen ist, wird nachberichtet. Jetzt erstmal ein paar Bilder:

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Verkleidung der Terrasse von vorne. Hier noch die unverkleidete Mauer.
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Die Verkleidung der Terrasse von der Seite. So kann erstmal niemand mehr drunter. Aufgefüllt wird mit Eisenbahnschotter.
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Durch die Hanglage wird nach hinten nur mit einem Brett verkleidet. Da es aufgefüllt wird, sieht man es später nicht.
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Aufnahme von weiter hinten. Hier ist das Sonnensegel schon zu sehen.
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Auch die Mauer ist nun verkleidet.
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So siehts von vorne aus. Auf die Oberfläche kann man sich prima setzen.
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Die Pflanzen in voller Blüte.
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Abendstimmung
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Auch bei starker Sonne, spendet das Segel Schatten.
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Das Geländer ist nun auch dran. Und gleich hängen die Badesachen dran.
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Das Geländer von der anderen Seite.

Bau unserer Terrasse – Teil 2

Mitte Mai waren wir nun endlich mit der Unterkonstruktion fertig und konnten mit den Anschrauben der Dielen beginnen. Da pro Diele 10 Schrauben anfielen, war das eine Menge Vorbohrerei und Schrauberei. Mein Tipp: Einen sehr sehr guten Akkuschrauber besorgen und nicht an der Qualität der Schrauben sparen. Sonst reißen sie euch gandenlos ab. Die Dielen sehen eigentlich alle gerade aus, sind aber teilweise verdreht oder gebogen. Es ist eben Holz, das muss klar sein.

Zu Beginn war es wichtig, dass die erste Diele gerade und in der Flucht mit dem richtigen Abstand zur Hauskante aufliegt, damit man später nicht schräg verlegt. Dabei müssen Winkel und Flucht absolut stimmen. Das kann man aber mit Schnur und Schraubzwinge ausrichten. Wichtig war hierbei, dass sich bei einer L-Form die Verlegerichtung ändert, also musste die erste Diele, die quasi später die Kante bildet, auch richtig liegen. Als wir sicher waren, begannen wir die weiteren Dielen mittels Abstandshalter zu verlegen. Der Vorteil ist, dass dann auch nicht Holz auf Holz liegt und man sofort ein krummes Brett erkennt. Dies kann man aber mittels Brecheisen gut beiziehen. Da wir anfangs zu Zweit waren, aber später Hilfe erhielten, kamen wir gut voran, so dass die erste Seite fast komplett fertig wurde. Hier ein paar Bilder:

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Erste Diele ausgerichtet und mittels Schraubzwinge fixiert, dann konnte es losgehen mit bohren und schrauben.
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Einer bohrt vor, der andere schraubt. Hand in Hand.
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keine Lücke, sondern das Depot für weitere Bretter, was weite Wege erspart.
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kurze Probe nach dem Ausrichten, es hält scheinbar.
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Nachdem wir Meter gemacht haben, erstmal kurz stärken.

Am nächsten Tag machten wir weiter und belegten die Terrasse fertig. Nun war es mal Zeit, sich die ganze Sache aus der Vogelperspektive anzusehen und die Dielen von den Spänen zu reinigen. Für uns war das schon äußerst beeindruckend. Hier noch ein paar Bilder, im nächsten Teil gehts um die Verkleidung und das Geländer.

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erstmal kehren, alles voller Späne.
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Die Terrasse von oben in ihrer ganzen Ausdehnung.
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Die Kinder finden es natürlich auch toll.
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Und es wird gleich zur Bühne umfunktioniert.
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Da können die Mädels stolz sein.
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Präzise Arbeit. In der Breite im Wasser, in der Länge läuft es gut ab.

Bau unserer Terrasse- Teil 1

Nachdem wir im Vorjahr unsere Mauer zur Sicherung  des Hanges und die Randsteine als Wegbegrenzung angefertigt hatten, wollten wir uns im zeitigen Frühjahr um unsere Terrasse kümmern. Diese sollte L-förmig ums Haus angelegt werden, in einer Tiefe von 3 m bei einer Gesamtgröße von ca. 42 m². Als Belag wollten wir sibirische Lärche nehmen. Die Dielen haben eine Länge von 3 m und sind 28 mm stark und 150mm breit. Als Unterkonstruktion nahmen wir Douglasie in einer Stärke von 60 x 140 mm. Diese Balken kamen in einer Länge von 6,5 m. Als Fundament bauten wir ein Punktfundament aus Betonsäulen, auf die die Unterkonstruktion draufsollte. Nach diverser Planung und Preisvergleichen sollte die Holzlieferung Anfang März kommen. Doch zuerst mussten wir von der bisherigen Terrasse, die bisher eine Wiese war, von der Grasnarbe befreien. Also fingen wir nach der ersten frostfreien Zeit an, das Gras wegzubuddeln. Danach markierten wir die Positionen der Betonpfeiler. Als das fertig war, durfte ich mit meinem jüngst angeschafften Erdbohrer 50 Löcher im Durchmesser von 150 mm in der Tiefe von 1,2 m bohren. Geile Sache. Die Löcher wurden dann mit KG und HT Rohren bestückt, welche dann auf eine Höhe gebracht wurden. Das ganze wurde dann mit Beton verfüllt und schön verdichtet. So erstmal ein paar Bilder.

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mühsame Erdarbeiten
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KG und HT Rohre
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Schotter einbringen

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Nachdem die Rohre verfüllt waren und der Beton abgebunden hat, musste die Erde zwischen den Säulen mit Unkrautfliess bedeckt werden. Darauf kam dann eine ordentliche Schotterschicht, damit das Wasser gut versickern kann. Als das alles erledigt war, was bei 42 qm eine ordentliche Arbeit mit der Schubkarre ist, begannen wir die Unterkonstruktion aufzubringen. Hier zeigte sich dann, dass wir beim Fundament reht ordentlich gearbeitet haben. Die einzelnen Balken bohrte ich von oben durch und dann von oben in die Betonsäulen. Dann wurden Nageldübel versenkt und der Balken angeschraubt. So kann definitiv nichts mehr verructschen. Dabei passten wir auch auf die Flucht auf, damit später die Schrauben der Terrassendielen auch alle in einer Flucht sind. Die Abzweigung von 90 Grad bei der L-förmigen Terrasse lösten wir mittels Balkenschuhe, in die wir die abgehende Unterkonstruktion einhängten. Für den Kellerabgang baute ich dann schnell noch eine provisorische Absturzsicherung. Danach ging es dann endlich ums das Anschrauben der Dielen, was bei dem ganzen Projekt am Schnellsten geht. Aber das thematisieren wir im nächsten Beitrag.

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Unterkonstruktion und Richtlatten
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Die Balken wurden auf den Säulen verschraubt
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Die ersten Dielen liegen zur Probe
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Unterkonstruktion auf den Säulen
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Provisorische Absturzsicherung